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Nach Konrad von Megenburg
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"... Der Phönix ist ein Vogel aus dem Land Arabien ... er lebt dreihundert und vierzig Jahre ... hat die Größe eines Adlers ... trägt auf dem Kopf eine Krone (wie ein Pfau) und hat einen faltigen Schlund ... Am Hals ist er goldig, am Hinterleib purpurrot gefärbt. Sein Schwanz ist wachsgelb mit untermischten, wunderbar schillernden rosenroten Federn. Wenn ihn das Alter drückt, sucht der Phönix im Osten den schönsten Baum auf den höchsten Bergen in der Nähe einer sehr anmutigen Quelle, und baut auf dem Baum sein Nest von Weihrauch, Myrrhe, Zimt und anderen kostbaren Gewürzen und Kräutern. Wenn dann die Sonne ihre Hitze auf das Nest ausstrahlen lässt, so fächelt der Phönix mit seinen Fittichen so lange, bis die angehäuften Kostbarkeiten in Brand geraten. Dann legt er sich in das Feuer und verbrennt. Nach einigen Tagen entsteht aus der Asche ein kleiner Wurm, der Flügel bekommt. Daraus wird ein vollkommener Phönix ..." " Konrad von Megenburg erzählt eine weitere Geschichte von Isidorus: "Es sei vordem ein Phönix in die ägyptische Stadt Heliopolis geflogen, im Monat Adar, das ist im April, dem nächsten Monat vor dem Mai. Auf seinen Flügeln trug er allerlei edle Kräuter und Gewürze und liess sich auf einen Holzstoss nieder, den die Priester zu einem Opfer gesammelt und angezündet hatten. Da verbrannte er sich zwischen den kostbaren Spezereien, die er auf den Flügeln mitgebracht hatte. Am Tage nachher kam der Priester zum Altar und fand das Holz verbrannt. Als er die Asche besah, fand er darin einen kleinen Wurm, der einen höchst angenehmen Geruch verbreitete. Tags darauf war das Würmchen zu einem Vogel geworden und am dritten Tag zu einem Phönix ausgebildet, der davon flog."
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